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P F L E G E - S E R I E

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Amtsblatt Eisenstadt | März 2018

> Pflege-Serie Teil 24

Sicher wohnen – in den

eigenen vier Wänden

Der gefährlichste Ort für Kinder und Senioren ist das eigene

Zuhause! Während Kinder alles ausprobieren wollen und

erst lernen müssen, was für sie gefährlich ist, neigen ältere

Menschen eher dazu, Gefahren zu unterschätzen, weil ja

viele Jahre nichts passiert ist. Studien zeigen, dass 60 % der

Unfälle zuhause verhindert werden könnten!

Wir wollen Ihnen einige Tipps geben, wie Sie für sich und

Ihre Familie Gefahren reduzieren können:

>

Stolperfallen für ältere Menschen

Badezimmer:

Haltegriffe und Anti-Rutsch-Matten in Du-

sche und Badewanne verwenden; kippsichere Sitzgelegen-

heiten. Heizstrahler immer an der Wand montieren.

Dunkle Gänge, nächtliche Wege:

Lichtschalter und Telefon

sollten immer vom Bett aus erreichbar sein. Verwenden Sie

Nachtlichter oder Leuchten, die sich bei Bewegung automa-

tisch einschalten.

Gefährliche Treppen:

Stiegen immer gut beleuchten, mit

rutschfesten Belägen oder Gleitschutzstreifen versehen.

Gehen Sie niemals voll beladen oder in Eile über Stiegen.

Aufstiegshilfen:

Nutzen Sie niemals einen Sessel oder Ho-

cker! Wenn Ihnen Arbeiten wie Glühbirnen wechseln oder

Vorhänge aufhängen schwer fallen, fragen Sie um Hilfe.

Rutschende Teppiche

: Entfernen oder mit Anti-Rutsch-Belä-

gen sichern. Hochstehende Ecken nicht vergessen!

Kaputte Fliesen oder Böden:

Erneuern oder reparieren las-

sen! Ihre Gesundheit ist wertvoller!

Hausschuhe:

Sollten flach sein, eine rutschfeste Profilsohle

haben und dem Fuß (auch an der Ferse) festen Halt bieten.

Lose Kabel am Boden:

Am Fußboden festkleben oder zu-

sätzliche Steckdosen montieren lassen. Ein schnurloses

Telefon ist bequem und sicher. Aufladen nicht vergessen!

Notruftelefon:

Sicherheit rund um die Uhr bietet ein Not-

ruftelefon des Hilfswerks. Auf Knopfdruck wird sofort Hilfe

organisiert.

>

Besondere Gefahren für Kleinkinder

Wickeltisch:

Das Baby darf keinen Moment allein gelassen

werden! Daher sollten alle Dinge, die man braucht, griffbe-

reit sein.

Küche:

Ein Herdschutzgitter verwenden oder nur die hinte-

ren Herdplatten zum Kochen verwenden und Pfannenstiele

nach hinten drehen.

Putzmittel und Medikamente:

Immer außer Reichweite

von Kindern oder versperrt aufbewahren.

Türen:

Türstopper verhindern eingeklemmte Finger.

Steckdosen:

Immer Schutz-Abdeckungen verwenden!

Regale:

Kippschutz montieren.

Pflanzen:

Keine giftigen Pflanzen in Reichweite von Kindern!

Spielzeug:

Kaufen Sie nur Spielzeug mit dem CE-Zeichen

und das so groß ist, dass es Ihr Kind nicht verschlucken

kann!

Bad:

Prüfen Sie die Temperatur immer zusätzlich mit der

Hand, bevor das Baby in die Wanne gesetzt oder die Brause

verwendet wird.

Stürze:

Treppen, Swimmingpools und Gartenteiche immer

abzäunen. „Aufstiegshilfen“ immer entfernen und Fenster

schließen.

Kostenlose Beratungsg

espräche:

0676/882 66 8000

Infos auch unter: www.hilfswerk.at/burgenland