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E I S E N S T A D T - N E W S
Amtsblatt Eisenstadt | Juli/August 2017
Prozessstart
„U
NSER
S
TADTBUS
”
Der Stadtbus wurde in einem intensiven Planungs-
und Beteiligungsprozess als maßgeschneidertes
öffentliches Verkehrssystem entwickelt mit dem Ziel,
möglichst vielen EisenstädterInnen die Mobilität im Stadt-
gebiet zu erleichtern. Ziel war dabei auch eine hohe Identifikation
der Bevölkerung mit dem Bus, der von Beginn an selbstverständlich
zum Stadtbild und schließlich zu ihrem Alltag gehören soll. Nach
einem halben Jahr zeigt sich bereits hohe Akzeptanz und für den
Fahrplan 2018/19 ist bereits eine vierte Stadtbuslinie geplant!
P
ONGRATZHAUS
& P
ULVERTURM
Der „Pulverturm”mitten im Stadtzentrum und das benachbarte
Pongratzhaus, mit welchem der zeitgenössische Eisenstädter
Künstler Alfred Pongratz geehrt wird, wurden im Zuge eines EU-
Projektes (EFRE) revitalisiert und stehen seither für kulturelle
Veranstaltungen wie Lesungen und Ausstellung zur Verfügung.
Neben dem E_Cube mit seinen über 200 Veranstaltungen im Jahr
leisten sie seit 2016 wichtigen Beitrag zum kulturellen Leben
Eisenstadts. Die barrierefreie Ausführung und die Schaffung einer
Fußverbindung zum Domplatz waren Teil der Umsetzung.
LÄUFT
Grüne Achsen und Orte
Ausgehend vom STEP ist die Stadt um die Verbesserung der Aus-
stattung ihrer Grün- und Freiraumverbindungen bemüht. Gemeint
sind damit sowohl innerstädtische Straßen und Plätze, deren Auf-
enthaltsqualität und Verbindungsqualität für Fußgänger und Rad-
fahrer gesteigert werden sollen, als auch die Grünachsen und Grün-
züge als wichtige und attraktive Verbindungen zwischen den Orts-
teilen und zur umgebenden Landschaft, die oftmals auch ökologi-
sche Funktionen erfüllen. Die Renaturierung des Eisbachs (abge-
schlossen 2017) stellt in diesem Bereich ein Vorzeigeprojekt dar.
Projekt Oberberg/unterberg
Der Oberberg und das ehemalige jüdische Viertel Unterberg, einst
lebendige Teile der Altstadt, leiden seit Jahrzehnten an strukturellen
Problemen. Die Stadt setzt nun auf Bewusstseinsbildung (Work-
shops, Führungen etc.) und auf Hilfestellung für die Hauseigentümer
beim Umgang mit historischer Bausubstanz. Interessen der Insti-
tutionen und Stakeholder am Oberberg werden ausge lotet und mit
dem Ziel der Belebung des Viertels in Einklang gebracht. Das neue
„Grätzltreff Oberberg” dient als Plattform und auch Maßnahmen
wie eine bessere Fuß-/Radverbindung ins Zentrum gehören dazu.
Barrierefreiheit & Inklusion
Bei der Bereitstellung der Grundlagen für eine hohe Lebensqualität
ist besonders auf die Bedürfnisse jener Menschen einzugehen, die
aufgrund ihres Alters, ihrer Lebensumstände oder generell ihrer
körperlichen Voraussetzungen besondere Anforderungen haben.
Mit dem „Etappenplan Barrierefreiheit & Inklusion”wurde ein Maß-
nahmenplan ausgearbeitet, der die Beseitigung bestehender und
die Verhinderung neuer Barrieren zum Ziel hat. Für die Stadt bedeu-
tet dies z. B. die Schaffung barrierefreier Wegeverbindungen, bar-
rierefreier Stellplätze und die Barrierefreiheit des Stadtbussystems.
P
ROJEKT
B
ELEBUNG DER
I
NNENSTADT
Die Eisenstädter Innenstadt ist mit ihren barocken Häusern ein
ganz besonderes Juwel. Um den Stadtkern auch weiterhin lebendig
zu halten und Abwanderungen entgegenzuwirken, werden künftig
unter der Marke „Mitten in der Stadt“ alle Maßnahmen in der
Innenstadt gebündelt und gemeinsam vermarktet.
Gewerbetreibende, Stadtmarketing, Hauseigentümer, Veranstalter
und Stadtgemeinde sollen an einem Strang ziehen. Die Innenstadt
soll das „öffentliche Wohnzimmer“ der Eisenstädter Bevölkerung
sein.